Ist Lagerautomatisierung nur etwas für die Großen? Nicht mehr.

Lange Zeit galt die Lagerautomatisierung als Lösung für große Distributionszentren mit hohem Warenaufkommen, komplexen Abläufen und großen Investitionsbudgets. Für viele kleine und mittlere Unternehmen war die Lagerautomatisierung daher erst viel später in ihrer Unternehmensentwicklung ein Thema.

Diese Wahrnehmung hat sich deutlich verändert.

Heutzutage ist die Lagerautomatisierung zunehmend auf eine schrittweise Implementierung ausgelegt. Der Fokus liegt nicht auf großen, umfassenden Projekten, sondern auf konkreten Verbesserungen im Arbeitsalltag – bessere Raumausnutzung, stabilerer Warenfluss und weniger manuelle Arbeit – unabhängig von der Größe des Lagers.

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Lagerautomatisierung als Teil der Lageroptimierung

Wenn ein Lager wächst, entstehen typischerweise Herausforderungen, die sich nicht einfach durch das Hinzufügen weiterer Regale oder mehr Personal lösen lassen. Das Sortiment wird breiter, die Auftragsreihen nehmen zu und die Lieferanforderungen werden strenger, während die physischen Gegebenheiten des Lagers oft gleich bleiben.

Dies führt häufig zu Folgendem:

  • Begrenzte Grundfläche und geringe Raumausnutzung

  • Lange interne Transportdistanzen

  • Unterschiedliche Pflückgeschwindigkeit und -qualität

  • Erhöhtes Fehlerrisiko bei Spitzenlast

Hier wird die Lagerautomatisierung zu einem praktischen Werkzeug, um mehr aus dem Lager herauszuholen – und nicht zu einem technologischen Prestigeprojekt.

Die Wahl der Lösung hängt vom Produkttyp ab.

Ein entscheidendes Element der Lagerautomatisierung ist, dass die Lösung zu den zu handhabenden Gütern passen muss. Es gibt keine Universallösung.

Unternehmen, die mit schweren, langen oder sperrigen Gütern wie Blechen, Profilen oder größeren Bauteilen arbeiten, entscheiden sich häufig für E/Classic als erste Automatisierungslösung. Der Fokus liegt hier auf kompakter, vertikaler Lagerung und kontrolliertem Zugriff für größere Artikel, was in der Regel eine bessere Raumausnutzung ermöglicht, ohne dass Änderungen an der bestehenden Lagerstruktur erforderlich sind.

In Umgebungen mit vielen kleinen Artikeln, hoher Kommissionierfrequenz und vielen Auftragspositionen sind die Anforderungen anders. Hier dient Effimat 4 oft als Einstieg in die Lagerautomatisierung.

Effimat 4 für E-Commerce und hohe Kommissionierfrequenz

Effimat 4 wurde für Lager mit stark variierenden Artikelanzahlen und hohen Anforderungen an Geschwindigkeit und Präzision entwickelt. Das System basiert auf dem Ware-zum-Mann-Prinzip, bei dem die Waren dem Bediener automatisch bereitgestellt werden. Dies sorgt für einen einheitlicheren und besser planbaren Arbeitsablauf.

In der Praxis unterstützt Effimat 4 typischerweise Folgendes:

  • Weniger Lauf- und Suchzeit

  • Gleichmäßigere Kommissioniergeschwindigkeit – unabhängig von der Erfahrung des Mitarbeiters

  • Höhere Kommissioniergenauigkeit

  • Effizientere Nutzung von Bodenfläche und Stauraumhöhe

Kundeninstallationen zeigen, dass die Lösung in vielen Fällen den Platzbedarf deutlich reduzieren und sehr hohe Kommissioniergeschwindigkeiten ermöglichen kann – abhängig von Konfiguration und Arbeitsabläufen.

Erfahren Sie, wie Effimat 4 die Kommissionierung mit hoher Kapazität unterstützt.

Skalierbare Lagerautomatisierung

Ein wesentliches Hindernis für viele Unternehmen war bisher die Unsicherheit hinsichtlich zukünftiger Bedürfnisse. Die Lagerautomatisierung wurde oft als fixe Investition betrachtet, die sich bei veränderten Geschäftsanforderungen nur schwer anpassen ließ.

Die Lösungen von EFFIMAT sind modular aufgebaut. Dadurch lässt sich mit einem überschaubaren Umfang beginnen und Kapazität, Durchsatz oder Integration mit dem Unternehmenswachstum erweitern. So kann die Automatisierung mit dem Unternehmen mitwachsen – ohne den laufenden Betrieb zu stören.

Skalierbarkeit verringert das Risiko von Investitionen in die Lagerautomatisierung und erleichtert es, den ersten Schritt früher zu gehen.

Betrieb und Stabilität im Zentrum

Aus betrieblicher Sicht geht es bei der Lagerautomatisierung vor allem um Stabilität. Durch die Reduzierung manueller Prozesse und die Standardisierung von Arbeitsabläufen wird die Lagerleistung weniger abhängig von Personalbestand, Erfahrung und Spitzenlast.

Der Unterschied zwischen manuellen und automatisierten Kommissionierprozessen wird besonders in Zeiten hoher Auslastung deutlich, wenn die Automatisierung zu einer gleichbleibenderen Qualität und einer höheren Lieferzuverlässigkeit beiträgt. Dies ist auch ein zentrales Thema im Artikel über [Manuelle vs. automatisierte Kommissionierung].

Die Lagerautomatisierung ist nicht länger nur den großen Unternehmen vorbehalten.

Die Lagerautomatisierung ist heute ein flexibles Werkzeug, das sowohl in kleinen als auch in mittelständischen Lagern eingesetzt werden kann. Entscheidend ist nicht die Unternehmensgröße, sondern die Art der Waren, das Kommissioniermuster und der Bedarf an besserer Raumausnutzung und einem stabileren Betrieb.

Unabhängig davon, ob der Ausgangspunkt E/Classic für schwere und lange Güter oder Effimat 4 für E-Commerce und viele kleine Güter ist, trägt die Lagerautomatisierung zu strukturierteren Prozessen, einem besseren Warenfluss und einem Lager bei, das sich im Einklang mit dem Geschäft weiterentwickeln kann.

Sprechen Sie mit EFFIMAT über den ROI der Lagerautomatisierung, um eine nüchterne Einschätzung darüber zu erhalten, wie die Automatisierung zu besseren Abläufen, einer besseren Raumausnutzung und weniger Abfall in Ihrem Betrieb beitragen kann.

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Nächster Schritt

Die Automatisierung von Lagerhallen ist ein wichtiger Schritt, wenn die Kapazitäten knapp werden und manuelle Prozesse den Warenfluss verlangsamen – unabhängig von der Größe des Lagers.

Die richtige Vorgehensweise beginnt jedoch mit der Auswahl Ihrer Produkttypen, Muster und Wachstumspläne.